Speichersysteme für thermische Energie

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Latente Wärmespeicher nutzen den Phasenwechsel eines Materials, um Wärme zu speichern. Maßgeblich für die effiziente Anwendung eines Latentwärmespeichers ist die optimale Ausnutzung von Wärme während des temperaturkonstanten Phasenwechsels von fest zu flüssig und umgekehrt. Diese besondere Eigenschaft erhöht im Vergleich zu sensiblen Wärmespeichern einerseits die Speicherdichte und ermöglicht ein angepasstes und somit verbessertes  Energiemanagement von Wärmesenke und Wärmequelle. Latentwärmespeicher können somit ein wesentlicher Baustein in verfahrenstechnischen Prozessen sein, um die  Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in einem vielfältigen Anwendungsbereich zu steigern.

Lösungen / Anwendungen

 

Thermische Speicher für Industriekraftwerke

Metallische Wärmespeicher können die Prozessdampferzeugung industrieller Kraftwerke flexibilisieren

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Sensible Wärmespeicher speichern Wärme in einem Stoff bzw. Stoffgemisch, wobei eine Temperaturänderung auftritt. Neben einfachen (Heiß-)Wasserspeichern, wie sie in Heizungsanlagen Anwendung finden können, kommen als Speichermedium Flüssigkeiten, Gase, aber auch Feststoffe zum Einsatz. Bei Schüttschichtspeichern dienen Feststoffe in Form von mineralischen und keramischen Schüttgütern als Wärmespeichermedium. Diese stehen dabei im direkten Kontakt mit heißen korrosiven Abgasen und weisen dadurch hohe Wirkungsgrade auf. Ein Einsatzgebiet ist die Nutzung von Hochtemperaturabwärme in Industrieprozessen, wodurch die Energieeffizienz in Betrieben gesteigert werden kann. Ebenso kann die Strom- und Wärmeproduktion in Kraftwerken entkoppelt werden.

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Thermochemische Wärmespeicher speichern Wärme durch reversible chemische Reaktionen oder physikalische Sorptionsprozesse, d.h. Enthalpie wird über einen chemischen oder physikalischen Prozess freigesetzt oder gespeichert. Solche Systeme verfügen über hohe Energiespeicherdichten und geringe Speicherverluste.