Abschluss UFOPLAN Nano

Pressemitteilung / 6.7.2016

Nanomaterialien treffen wir in unterschiedlichen Alltagsprodukten an: in der Sonnencreme, die unsere Haut schützt, in wasserabweisenden Textilien oder in antimikrobiell ausgestatteten Kochutensilien. Nanomaterialien sind hoch funktionell, jedoch erreichen sie irgendwann ihr Produktlebensende. Dann landen sie teilweise im Hausmüll, der in Deutschland hauptsächlich thermisch verwertet wird. Doch was passiert mit den sehr kleinen, nicht sichtbaren Teilchen bei der Müllverbrennung? Dieser Frage gingen die Forscher von Fraunhofer UMSICHT in einem UFOPLAN Projekt nach. Das Projekt »Untersuchung möglicher Umweltauswirkungen bei der Entsorgung nanomaterialhaltiger Abfälle in Abfallbehandlungsanlagen« ist nun erfolgreich abgeschlossen und der Bericht steht für die interessierte Öffentlichkeit zum kostenlosen Download bereit.

© Foto Fraunhofer UMSICHT / Kurt Fuchs

Impaktormessung bei Fraunhofer UMSICHT

Bisher lag der Fokus der Nanomaterialforschung von der Herstellung über die Verarbeitung bis hin zur Nutzung der Nanoteilchen. Der Entsorgungspfad Thermische Verwertung von nanomaterialhaltigen Konsumgütern wurde nicht betrachtet. Unklar ist bislang, ob Nanomaterialien bei der Verbrennung in der Asche verbleiben oder ob sie ins Rauchgas übergehen und dort effektiv durch Filtrationsmedien abgeschieden werden können. Das UFOPLAN-Vorhaben widmete sich genau dieser Problematik. Im Rahmen des Projekts führten die Forscher von Fraunhofer UMSICHT im Auftrag des Umweltbundesamts Messungen an einer Müllverbrennungsanlage sowie einer Klärschlammverbrennungsanlage durch. Das Projekt ist nun abgeschlossen und die Projekt-Ergebnisse können ab sofort eingesehen werden: 

http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/untersuchung-moeglicher-umweltauswirkungen-bei-der 

Expertenworkshop »Entsorgung nanohaltiger Abfälle« 

Außerdem fand im Rahmen der Leitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft IFAT der Expertenworkshop »Entsorgung nanohaltiger Abfälle« statt, am dem Dr.-Ing. Robert Daschner (Abteilungsleiter Thermische Verfahren) und Martin Meiller (Gruppenleiter Energie aus Biomasse und Abfall) teilnahmen. Der Workshop wurde vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) organisiert. Martin Meiller präsentierte vor dem Expertenkreis die Ergebnisse aus dem Vorhaben. Am Workshop waren Teilnehmer aus Industrie (u. a. BASF), Verbänden (u.a.VCI), Behörden (UBA, LfU), Internationalen Organisationen und Forscher (OECD, Forscher aus Schweiz und Österreich) vertreten.