Gärreste in Wirbelfeuerung getestet

Pressemitteilung / 13.7.2016

Die Wirbelfeuerung wurde von Wissenschaftlern am Forschungsstandort Sulzbach-Rosenberg entwickelt. Es ist eine spezielle Feuerungstechnologie, die insbesondere für biogene Reststoffe geeignet ist und dort zum Einsatz kommt wo Standardanlagen versagen. In einer aktuellen Testreihe der Gruppe »Energie aus Biomasse und Abfall« wurde der Einsatz von Gärresten in der Wirbelfeuerung getestet.

© Foto Fraunhofer UMSICHT / Kurt Fuchs

Die Wirbelfeuerung ist eine eigene Entwicklung von Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg.

»In unserer eigens entwickelten Wirbelfeuerung testen wir aktuell Gärreste als Pellets, lose und mit Zugabe von Additiven«, erklärt Martin Meiller, Gruppenleiter Energie aus Biomasse und Abfall.

»Durch die Versuche erhoffen wir uns vor allem belastbare Erkenntnisse zum Betriebsverhalten des Brennstoffes sowie den Emissionswerten.« sagt David Friedländer, Projektingenieur bei Spanner Re². Spanner Re² ist Lizenznehmer der Anlage, er baut und vermarktet die Technologie.

Die Tests dienen dem mittelständischen Unternehmen zur Informationsbeschaffung im Vorfeld einer Anlagenplanung. Durch die kontinuierliche Erfassung der Rauchgaszusammensetzung (CO, CO2, NO, NO2, SO2, NH3, H2O, O2) können sowohl das Betriebsverhalten der Anlagen als auch die Eigenschaften des Brennstoffs analysiert und bewertet werden. 

Gärreste sind hier zunehmend relevant, da eine Ausbringung auf das Feld immer mehr eingeschränkt wird. Um möglichen negativen Brennstoffeigenschaften entgegenzuwirken, wurden neben losen Gärresten auch Additive eingesetzt, die der Verschlackung des Brennstoffs entgegenwirken. Weiterhin wurde das Material verschieden stark getrocknet, was insbesondere beim Einsatzstoff Gärrest ein bestimmender Parameter für die Wirtschaftlichkeit ist.