Konsortialstudie zur Verwertung von carbonfaserverstärkten Kunststoffen

14.2.2017

In einem aktuellen Call for Partners wirbt Fraunhofer UMSICHT um Partner aus Industrie und Forschung, um Technologien und Potenziale für die rohstoffliche und energetische Verwertung von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) zu untersuchen.

© Foto MEV

Für carbonfaserverstärkte Kunststoffe gibt es trotz der global steigenden Nachfrage und Produktionsmengen derzeit kaum großtechnisch verfügbare Verwertungskapazitäten und -technologien. Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel der geplanten Konsortialstudie in der Identifizierung und Bewertung alternativer Verwertungswege für CFK-Abfälle. Eine nähere Analyse der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit von alternativen Verwertungsoptionen eröffnet die Chance für eine Erweiterung der derzeit knappen Behandlungskapazitäten.

Ziele und Inhalte

In der Konsortialstudie »Carbonfaserverstärkte Kunststoffe« soll der Einsatz von CFK-Abfällen in metallurgischen Prozessen sowie in Zementwerken untersucht werden. Weiterhin wird die technische Machbarkeit einer integrierten Verwertung von CFK-Abfällen am Standort von Müllverbrennungsanlagen betrachtet. Dazu sollen Informationen zu derzeit anfallenden Materialmengen und ‑zusammensetzungen sowie den Anforderungen von metallurgischen Prozessen, Zementwerken und Müllverbrennungsanlagen erhoben werden. Weiterhin sollen die technische Machbarkeit, erforderliche Vorbehandlungsschritte sowie die Wirtschaftlichkeit der aufgezeigten Verwertungsoptionen betrachtet werden. Versuche im Technikums- sowie ggf. Großmaßstab stellen die Praxisnähe sicher. Die Konsortialstudie ergänzt mit der Fokussierung auf rohstoffliche und energetische Verwertungswege das erarbeitete Know-how bestehender Initiativen und Studien zur werkstofflichen Verwertung von CFK. Sie bietet damit eine Grundlage für die Entwicklung unternehmerischer Strategien zum Umgang mit CFK-Abfällen in technischer, organisatorischer und regulatorischer Hinsicht.

Ablauf

Die Teilnehmer der Konsortialstudie legen zu Projektbeginn die Bearbeitungsschwerpunkte der Studie fest. In vier eintägigen Workshops in Sulzbach-Rosenberg werden Ergebnisse vorgestellt, diskutiert und die weitere Vorgehensweise konkretisiert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, unternehmensspezifische Fragestellungen oder experimentelle Arbeiten außerhalb des Konsortiums zu bearbeiten.

Voraussichtlicher Projektstart: Frühjahr 2017

Laufzeit: 1 Jahr

Workshops: 4 x 1 Tag

Kosten: 5.000 EUR für KMU u. F&E-Einrichtungen, 10.000 EUR für Großunternehmen