Teilnahme an IERC 2017

31.1.2017

Vom 17. bis 20. Januar 2017 fand der 16. International Electronics Recycling Congress IERC 2017 in Salzburg statt. Die Abteilung Kreislaufwirtschaft von Fraunhofer UMSICHT war mit einem Messestand und Konferenzbeitrag aktiv vertreten.

© Foto ICM AG

Peter Hense, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft, beim Vortrag auf dem IERC 2017.

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Jonathan Aigner und Peter Hense, beide wissenschaftliche Mitarbeiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft, präsentierten Fraunhofer UMSICHT auf dem Kongress IERC 2017.

»Bei der Konferenz IERC 2017 kommt die internationale E-Schrott-Branche zusammen. Daher war es für uns wichtig daran teilzunehmen und dort unsere Themen zu präsentieren«, erklärt Peter Hense, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft. Am IERC 2017 nahmen rund 480 Besucher und 60 Aussteller teil. Rund 30 Vorträge, diverse Podiumsdiskussionen und Workshops sowie drei Firmen-Exkursionen standen auf der Agenda. 

Vorträge zum E-Schrott-Recycling 

Inhaltlich deckte die Bandbreite der Vorträge alle Facetten des E-Schrott-Recyclings ab.

Präsentiert wurden u.a. technische Innovationen für die Aufbereitung von E-Schrott und neue Sortiertechniken. Peter Hense präsentierte über das Thema »Pyrolysis – as an innovative Technology to increase Metal-Recycling from WEEE«. In seinem Vortrag stellte er ein thermochemisches Aufbereitungsverfahren (Pyrolyse) vor, das es erlaubt Metalle, beispielsweise aus Shredderrückständen, oxidationsfrei freizulegen. Auf diese Weise sparen E-Schrott Recycler nicht nur entsprechende Entsorgungskosten, sondern können die freigelegten Metalle auch einem Recycling zuführen. 

Ferner standen die Themen Circular Economy und kritische Rohstoffe auf dem Programm. Außerdem fand eine interaktive Session statt, bei der die Teilnehmer mit Experten über aktuelle und zukünftige Geschäftsmodelle für das Recycling von Elektro- und Elektronikschrott diskutieren konnten. 

Diskussionen und Messestand 

Die Diskussionen machten deutlich, dass die zunehmende Miniaturisierung und der rückläufige Materialwert vieler Elektrogeräte unverändert die Wirtschaftlichkeit der Aufbereitungsprozesse belasten. Hinzu kommen neue Herausforderungen, wie etwa der Einsatz neuer, komplexer Materialien, von denen man heute in vielen Fällen nicht weiß, wie sie sich später recyceln lassen. »Gerade für komplexe Verbundmaterialien sehen wir die Pyrolysetechnologie zunehmend als eine Schlüsseltechnologie, da wertvolle Materialien so schonend freigelegt und recycelt werden können. Dies spiegelte sich auch an unserem Messestand wider, der durch viele Interessenten gut besucht war«, resümiert Peter Hense die Veranstaltung.