Neue Projekte in Sulzbach-Rosenberg

Optimised powders for 3D printing

Pressemitteilung / 28.3.2017

Aufgrund der begrenzten Materialpalette und des mangelnden Verständnisses der Grundprinzipien zwischen Prozess und Pulverrohstoff wurde das Projekt OpP3D konzipiert. Ziel ist es die Materialauswahl zu erweitern sowie die Herstellung und Vermarktung neuer Produkte zu ermöglichen.

© Fraunhofer UMSICHT
© Fraunhofer UMSICHT
Förderhinweis

Durch den Einsatz von Beschichtungsverfahren werden Cu- und Al-Pulver entwickelt, die auf jedem Partikel eine dünne (im nm-Bereich) Schicht enthalten. Diese soll entweder die Laserabsorption erhöhen (durch »Verdunkelung« der Partikeloberfläche) oder die Oberfläche vor Oxidation schützen (durch Abschirmung vor direktem Luftkontakt) und die Benetzbarkeit auf Preforms erhöhen. Damit wird die Verarbeitbarkeit in den LBM- und M3DP-Techniken ermöglicht. Die Makellosigkeit und Reinheit der aus diesen Pulvern hergestellten Teile wird durch Desorption der aufgebrachten Schicht in die Atmosphäre oder durch Auflösung im Schüttgut des Teils erhalten, ohne die Eigenschaften wie Dichte, geringe Porosität und elektrische Leitfähigkeit zu beeinträchtigen.

Fraunhofer UMSICHT aus Sulzbach-Rosenberg mit 25 Jahren Erfahrung in Pulvermetallurgie

Die Entwicklung von Cu-, Fe- und Al-Pulverwerkstoffen wird von vier europäischen Forschungspartnern aus Deutschland und Wallonien/Belgien durchgeführt. Sie besitzen das Know-how entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Pulver bis zum fertigen Teil:

Fraunhofer UMSICHT mit 25 Jahren Erfahrung in der Pulvermetallurgie,

fem mit Erfahrung in AM und Prüfung von Fertigteilen,

MateriaNova mit Expertise in der Oberflächenfunktionalisierung wie Beschichtung durch PVD/PEVCD für Pulver,

SIRRIS mit großer Erfahrung im Bereich der Additiven Fertigung.

zielorientierte Umsetzung der Projektergebnisse  

Ein Anwenderkomitee aus deutschen und wallonischen KMU, die in den Bereichen Pulverproduktion, Anlagentechnik, AM-Maschinentechnik und verschiedenen Anwendungen (z.B. Elektrogeräte, Wärmetauscher, Flugzeuge) tätig sind, unterstützt und leitet das Forschungskonsortium. Das Komitee sorgt für die schnelle Umsetzung der Projektergebnisse in die Praxis. Die gewonnenen Pulverwerkstoffe und die daraus hergestellten Komponenten werden für die Bereiche Elektrik/Elektronik, Automotive, Konsumgüter und Luftfahrt eingesetzt.

Durch die erzielten Ergebnisse wird dieses Projekt einen Beitrag der EU zur Stärkung der europäischen Position im verarbeitenden Gewerbe, trotz der harten Konkurrenz aus den USA und Asien, leisten und somit Arbeitsplätze, die bisher aus Europa ausgelagert wurden, wieder einbringen.

 

weitere Informationen

OpP3D

 

 

 

Forschungspartner im Projekt OpP3D