Hydrieranlage ermöglicht Raffinerieprozess im Pilotmaßstab

Pressemitteilung /

Neue

Überschrift

Zusammenfaaung

© Fraunhofer UMSICHT
Pilot-Hydrierreaktor
© Fraunhofer UMSICHT
Biomasse basierte Öle können über die Hydrierung zu normgerechten Kraftstoffen aufbereitet werden.

Aufbau der Analge

Die Anlage besteht aus drei Druckreaktoren, die je nach Anwendung in Reihe oder Parallel betrieben werden können. Der Anlagenbetrieb ist bis zu 500 °C sowie 200 bar technisch zertifiziert. Die Druckreaktoren können dabei ein Gesamtvolumen von 7,5 Litern Katalysator fassen. Eine Rezyklierung der Prozessgase ist möglich, um die Effizienz des Gesamtprozesses zu erhöhen.

Hinsichtlich der eingesetzten Katalysatoren zeigt die Hydrieranlage maximale Flexibilität. Es können unterschiedlichste Formkörper sowie gesinterte Trägerkatalysatoren eingesetzt werden. Eine Aktivierung der Katalysatoren in den Druckreaktoren mit unterschiedlichsten Aktivierungsreagenzien kann durchgeführt werden, damit ist eine Aktivierung der Katalysatoren durch Sulfidierungsreaktionen möglich, indem der Katalysator aus der oxydischen Form in die Sulfid-Form überführt wird. Hierfür können Reagenzien wie Dimethyldisulfid und Wasserstoff verwendet werden, um den Schwefelwasserstoff bereitzustellen. Katalysatoren können ebenfalls nur durch Reduktion mit Wasserstoff in die aktive Form überführt werden.

Analyse des Hydrierumsatz

Analytisch wird der Hydrierumsatz mittels eines online GC FID/WLD Gerätes untersucht. Hierbei können Permanentgase wie H2, CO, CO2 und N2 analysiert werden. Das online GC ist ebenfalls auch für die Produkte der Hydrierung kalibriert. Zu den Produkten gehören unteranderem H2S, NH3 und H2O. Aber auch Nebenprodukte der Hydrierung, die durch das Cracken von Kohlenwasserstoffen gebildet werden.  Die Kalibrierung der einzelnen Produkte liegt je nach zu erwartenden Mengen im Bereich zwischen 1000 ppm und mehreren Volumenprozent.

Hydrierung von synthetischen Biokraftstoffen

Mit der Fraunhofer eigenen TCR-Technologie lässt sich ein breites Spektrum biogener Rest- und Abfallstoffe in hochwertige Produktöle umwandeln.

Diese Produkte sind die Ausgangsbasis für zum Beispiel synthetische Kraftstoffe der nächsten Generation oder Grundstoffe der chemischen Industrie. Mit dem neuen Hydrierreaktor wird die Einbringung des Rohöls aus dem TCR-Prozess in den Raffinerieprozess  im Pilotmaßstab abgebildet.

Letzte Änderung: