Neubau Centrum für Energiespeicherung

Centrum für Energiespeicherung

© Fraunhofer UMSICHT

Stromüberschüsse im Jahr 2023.

Die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien, wie Wind und Sonne, ist natürlichen Schwankungen unterworfen - die Stromerzeugung deckt nicht immer den aktuellen Bedarf. Diese Schwankungen müssen mit geeigneten Energiespeichern oder Fahrweisen von Kraftwerken ausgeglichen werden. Dadurch kann ein Überangebot an Strom sinnvoll in speicherbare Energieträger überführt werden. Gleichzeitig muss über geeignete Wärmespeicher thermische Energie zeitlich unabhängig von der Erzeugung bereitgestellt werden.

Das Fraunhofer Centrum für Energiespeicherung ist Partner für Forschung und Industrie, der von der Systembetrachtung über die Prozess- und Komponentenentwicklung bis hin zur Umsetzung von chemischen und thermischen Energiespeichern Know-how und Technologien entwickelt und bereitstellt. Das Centrum – mit den Standorten Sulzbach-Rosenberg (Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg) und Straubing (Fraunhofer-Projektgruppe »BioCat« des Fraunhofer IGB) – erarbeitet systematisch, mittel- bis langfristig die notwendigen Speichertechnologien. Der Freistaat Bayern unterstützt die Arbeiten des Centrums mit insgesamt rund 20 Mio. Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren.

Die Arbeiten des Centrums konzentrieren sich auf vier Handlungsfelder:

  • Systemanalyse (Sulzbach-Rosenberg)
  • Chemische Energiespeicher – Katalyse & Prozess (Straubing)
  • Chemische Energiespeicher – Verfahren & technische Umsetzung (Sulzbach-Rosenberg)
  • Wärmespeicher (Sulzbach-Rosenberg)

 

Neubau Technikum

© Fraunhofer UMSICHT

Im Rahmen des vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderten Centrums für Energiespeicherung erhält der Standort Sulzbach-Rosenberg neben den bisherigen Technikumsflächen einen weiteren Neubau, gefördert von der Europäischen Union (Europäischer Fond für regionale Entwicklung), dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der vom BMBF genehmigte Raumbedarfsplan vom 16. Juli 2015 für den Neubau des Technikums sieht Gesamtkosten (Bau- und Erstausstattung) von 5 Mio. € vor.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Bau                                2,3 Mio. EUR

Erstausstattung              2,7 Mio. EUR

Die aktuelle Flächenaufstellung beläuft sich in Summe auf 523 m². Die neue Technikumshalle CES befindet sich im rückwärtigen Teil des Institutsgeländes. Der rechteckige Baukörper wird mit einem Abstand von 5 m (Brandschutz) von der bestehenden Technikumshalle Haus 3 abgerückt und erstreckt sich parallel zum Hauptgebäude. Das Technikum wird über eine Brückenverbindung, die den Leitstand bildet, mit dem Haus 3 verbunden. Die Halle wird auf der dem Hauptgebäude zugewandten Seite mittels großer Schaufenster belichtet, um die Forschung nach Außen transparent darzustellen und Sichtbeziehungen zur Landschaft bzw. zum Haupteingang des Instituts zuzulassen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 67 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von mehr als 2,1 Milliarden Euro. Davon fallen über 1,8 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Über 70 Prozent dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.