Vor der Entwicklung des Reaktors empfehlen wir Testkampagnen mit den vorgesehenen Rohstoffen, seien es Biomasse, gemischte Kunststoffabfälle, Verbundwerkstoffe oder mineralische Abfälle.
Am Fraunhofer-Institut betreiben wir mehr als 20 Pyrolyse- und Verbrennungsprüfstände in verschiedenen Größenordnungen und mit unterschiedlichen Reaktorkonstruktionen. Die Erkenntnisse aus diesen Tests fließen direkt in die Konstruktionsgrundlagen, die Dimensionierung, das Heizkonzept und die Regelungsstrategie einer Pilot- oder Demonstrationsanlage ein.
Das bei Tests und im Pilotbetrieb gewonnene Wissen wird in nachfolgende Designiterationen und Konzepte im industriellen Maßstab übertragen.
Unsere Kompetenzen im Maschinenbau konzentrieren sich auf Reaktorkonstruktion, Rohstoffzufuhr und Temperaturregelung. Wir realisieren eine Vielzahl von Reaktorkonstruktionen und Förderkonzepten, darunter kundenspezifische Zufuhr- und Entnahmesysteme mit speziellen Transport- und Zufuhrmechanismen für schwierige Rohstoffe. Zu unseren Eigenentwicklungen zählen die Reaktorbeheizung (elektrisch oder mit Abgas), die Wärmeübertragung in den Rohstoff und die Temperaturregelung.
Zu den wichtigsten technischen Kompetenzen gehören:
- Entwicklung neuartiger Reaktorgeometrien
- Konstruktion und Fertigung aus Edelstahl
- Korrosionsschutz und Materialauswahl
- Gasdichter Betrieb durch Verschlusstrichter und andere Dichtungssysteme
Alle Forschungsanlagen sind mit umfangreichen Analysegeräten und bei Bedarf mit integrierter Gasanalyse ausgestattet. Die Steuerung erfolgt in der Regel mit SIMATIC S7-SPSen nach Industriestandards, die offene Schnittstellen zu gängigen Analyse- und Datensystemen (z. B. Datenbanken, Visualisierung) bis hin zur Virtualisierung der gesamten Anlage bieten. Größere Systeme unterstützen automatisierte Betriebstufen.